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hole objects / hole world

Eine Zusammenarbeit zwischen dem Künstler und Autor Harald Gsaller (TAOartVIENNA) und dem Schriftsteller und Künstler Toni Kleinlercher (Wien) – inspiriert von chinesischen und japanischen Scholar Stones / Spirit Stones.

Hole World“ 2025/2026
(Digitale Zeichnungen und Grafiken; Lecture Performance; Skulpturen).

Harald ist 1960 in Lienz/Osttirol geboren. Zum Wohnort Virgen lässt sich sagen, dass Virgen in einem V-Tal gleichen Namens liegt. Vor der Haustür das Wetterkreuz, gut 2000m hoch, und im Rücken die Kette mit dem schneebedeckten Kristallkogel, ein 3000er. Vom Kinderwagen aus gesehen, sozusagen: Die Berge im Gesicht!

Gsallers Arbeiten kommen vom/nähren sich vom Topos der chinesischen Spirit-Stones (Taihu-Steine, Lingbis …)

https://haraldgsaller.at/something-open/in-the-taihu-mountains-i-holehell

Toni, 1958 in Schwaz geboren, in Tirol aufgewachsen, hat sich bereits in den 80er/90er-Jahren als "Mountainworker" an den Bergen abgearbeitet und sich dabei einen "berüchtigten" Namen gemacht.

https://toni-kleinlercher.com/mountainworks.html

Tonis „hole objects“ sind aus Tetra Paks geschaffene Skulpturen. Recycle Dich! Die Oberflächen mit Gips verspachtelt, Pigmente eingemischt; teilweise der Natur, den Elementen, so sagt man, für längere Zeit ausgesetzt, und erneut bearbeitet; auf Podeste oder Gestelle gestellt und untereinander kombiniert. – Oder/und mit Gsallers digital erstellten Taihu-Zeichnungen. (Harald Gsaller)

um die Leere ein Loch bauen und dem Ganzen ein Gefäß verleihen

Ich halte ein Objekt in Händen, es ist ein HOLE OBJECT. Eine Skulptur, die einem Gongji gleicht. Einem Taihu stone vielleicht. Es war nicht meine Absicht, unverfrorenen Gemütes einen Gelehrtenstein zu formen. Ich habe experimentiert. Die Anverwandtschaft ist passiert. Ein Zufall? Ich weiß es nicht. Jedenfalls wäre es kein Zufall im Sinne einer plötzlichen Erkenntnis, die einen Zusammenhang nahe gelegt hätte. Schritt für Schritt wurde ich dort hin geführt. Mein Ausgangsmaterial besitzt Ausgussöffnungen. Das sind zweifelsohne Löcher. Damit habe ich mich vorrangig beschäftigt. Das Loch ist zu meinem Thema geworden. Da wusste ich noch nichts von „Tou (透)“ und “Lou (漏)“, den zwei Arten von Löchern im Kontext der traditionellen chinesischen Ästhetik. Auch nichts von Zhou (皱), das ebenfalls zu den Säulen der Gongshi-Ästhetik gehört, ein Netzwerk aus feinen Linien, Furchen und Falten, eine Textur, die als Beweis für das hohe Alter des Steins und die darauf einwirkenden Naturkräfte gesehen wird. (Toni Kleinlercher)

Sehen und bestaunen kann man diese Arbeiten heuer im Rahmen zweier Lecture Performances:
“Kleinlercher.Gsaller – HOLE World“ im Herbst im Literaturhaus Wien. Und Ende Dezember in der Künstler- und Künstlerinnenvereinigung MAERZ in Linz (im Rahmen der Ausstellung „Berge“ – das Duo Kleinlercher und Gsaller um Klaus Scheuringer, Künstler und MAERZ-Kollege aus Linz, erweitert).



hole world

Hanging scroll: "Taihu Guardian with Big Dipper“ (Gsaller) Hole objects: "holy grouse", "frozen octopus" and "riding joey" (Kleinlercher)





© 2026 Toni Kleinlercher